Interkulturelle Verständigung

Integration, Inklusion, Flüchtlinge, Rassismus, Flucht, Migrationshintergrund, Diskriminierung: Im Dschungel der vielfältigen Biographien fällt es auch den Profis schwer, sich richtig und hilfreich zu verhalten. Susan Bagdach bietet Fortbildungen und Workshops, damit Sie und Ihr Team eine authentische und unterstützende Haltung finden und einnehmen können.

Vielfalt: Menschen mit Flucht und/oder Rassismuserfahrung verstehen und dabei sein lassen

Es fährt ein Schnellzug durch Deutschland, und dieser Zug trennt das Land in zwei Lager. Die Lager heißen WIR und IHR. Wer nicht zur einen Seite gehören kann, gehört zu den Anderen. Wer Ausgrenzung erfährt, wer nicht dabei sein darf, wo er oder sie doch dabei sein will, reagiert:
Rassismus wird sowohl in der Arbeit mit Menschen mit Flucht Erfahrung als auch in allen gesellschaftlichen Kontexten, wie z.B. Schulen, Behörden, auf der Arbeit und beim Einkaufen massiv unterschätzt.

Um die Kerbe zwischen IHR und WIR nicht zu vertiefen arbeitet Susan Bagdach in ihren Schulungen und Coachings sehr ressourcenorientiert mit den Gemeinsamkeiten und über Verständnis. Wir alle sind Menschen und in unseren Verhaltensmustern ähnlicher, als uns bewusst ist. Einige sind privilegierter als andere. Vielen ist das bewusst. Sie sind auf dem Weg, in ein buntes Leben voller Vielfalt.

Flucht

Flucht hat mit den meisten Menschen, die seit zwei oder drei oder mehr Generationen Deutsche sind sehr viel zu tun. Fast alle haben Menschen in der eigenen Familiengeschichte, die geflohen sind. Durch die aktuelle Situation, und die vielen Menschen, die fliehen müssen, werden eigene familiäre Erfahrungen und Traumata angetriggert.

Integration oder Inklusion

Integration bedeutet, dass es eine Gesellschaft gibt, die richtig ist, und alle die neu dazu kommen an diese Gesellschaft angepasst werden.

Inklusion bedeutet, dass alle Menschen richtig sind, und gemeinsam leben.
Auf Basis von angestrebter Gleichberechtigung von allen Menschen, der Trennung von Staat und Religion und der Akzeptanz unterschiedlicher Lebenskonzepte ist es Inklusion, die anzustreben ist-nichts anderes wird gelingen.

Junge, männliche Flüchtlinge

Junge, männliche Flüchtlinge, sind Menschen, die in ihrem Heimatland mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in den Krieg ziehen müssen. Es sind genau die Menschen, die den Frieden garantieren. Es sind die jungen Menschen, die ihre Familien, Freunde und ihre Heimat verlassen haben, alles Geld was aufzutreiben war, und einen Berg Angst im Gepäck. Und das aus einem Grund: Weil sie in Frieden leben möchten, weil sie NICHT in den Krieg ziehen wollen.

Diese Männer werden von einigen als Kriminelle und Vergewaltiger empfangen und stigmatisiert – dabei sollten wir ihnen danken. Wären alle wie sie, gäbe es keinen Krieg!

Migrationshintergrund? Gemeint ist fast immer Rassismuserfahrung!

Wenn wir von Migrationshintergrund sprechen, meinen wir meist Rassismuserfahrung. Die Schwarze Deutsche, deren Familie seit drei Generationen in Deutschland lebt wird Rassismus erleben. Die blonde Schwedin, mit schwedischem Pass wird nicht als Frau mit Migrationshintergrund angesehen, obwohl sie es doch ist.

Rassismus in der Schule

Die Gesellschaft von morgen geht heute in die Schule. In der Schule findet die Spaltung in die Lager WIR und IHR massiv statt.

Viele Jugendliche, die Rassismus erleben, sind Deutsche. Deutscher Pass, Eltern mit deutschem Pass. Trotzdem sind sie dem Alltagsrassismus ausgesetzt. Da es menschliche Bedürfnisse sind, einer Gruppe zugehören zu wollen und richtig zu sein, stellen sich viele Jugendliche dann eben auf die andere Seite. Und das sehr klar. Wenn ich nicht zu Euch gehören darf, gehöre ich eben zu den Anderen lautet die Botschaft. Um das deutlich zu machen, wird mit Symbolen gearbeitet. Kleidung, äußere Erscheinung, bestimmte Verhaltensweisen, die der Mehrheitsgesellschaft Angst machen, weil sie ihr fremd erscheinen. Ein hausgemachtes Problem. Um dieses Problem in Zukunft abzumildern, um allen einen Platz im Boot anbieten zu können, muss früh und flächendeckend etwas geschehen.

Ich biete zu oben genannten Themen:

  • Fortbildungen und Supervision für Menschen, die Haupt- und Ehrenamtlich mit Flüchtlingen arbeiten.
  • Fortbildungen zum Thema Anti Rassismus und Diversity Arbeit für Lehrerinnen und Lehrer.
  • Coaching für Menschen, die in Deutschland leben wollen, und Probleme mit den Widerständen der Mehrheitsgesellschaft haben.
  • Schulungen in Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bereichen NRW-weit für Lehrerinnen und Lehrer.