Fortbildung für systemische Coaches in Gendersensibilität, Interkulturalität und Diversität

Im systemischen Coaching betrachten wir Systeme, deren Verhalten, Positionierung und Glaubensmuster voneinander abhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Systemisches Coaching kann für berufliche und private Zwecke genutzt werden. Das besondere an der Qualifizierung für Gendersensibilität und Interkulturalität ist, dass gesellschaftlich bedingte Hierarchien, Privilegien und Machtstrukturen hier immer mitgedacht werden. Deren Einfluss auf Systeme werden berücksichtigt. Alle Angebote richten sich an Menschen, die bereits als CoachIn oder TherapeutIn arbeiten, und über eine methodische Grundausbildung verfügen. Die Basiseinführung ist Voraussetzung für die weiterführenden Workshops.

Basiseinführung in Gendersensibilität und Interkulturalität in der systemischen Arbeit

Im systemischen Coaching betrachten wir Systeme, deren Verhalten, Positionierung und Glaubensmuster voneinander abhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Systemisches Coaching kann für berufliche und

Diversität zu bejahen, heißt sich mit Unterschieden zu beschäftigen – statt diese „farbenblind“ auszublenden. In diesem Modul werden die Grundlagen mittels Selbstreflexion und theoretischen Ansätzen erarbeitet. Der spezielle diversitäre Ansatz wird in Abgrenzung zu anderen systemischen Modellen beleuchtet.

Anhand des Basissystems (3er-System, Kind mit leiblichen Eltern) erarbeiten wir Auswirkungen von binationalen Eltern, kulturellen & religiösen Unterschieden, nicht-leiblichen Eltern, gleichgeschlechtlichen Eltern, sowie Identitäten des Kindes etc.  Hier dienen insbesondere die eigene Erlebenswelt und Fallbeispiele der Teilnehmenden als Reflexionsgegenstand.

Workshop: Sexualität

In diesem Modul widmen wir uns den Fragen nach Geschlecht und Sexualität. Sequenzen dieses Moduls erfolgen geschlechterhomogen.

Der Teil von jedem Menschen, der Vitalität und Instinkt, Gespür für Grenzen und auch die Schlagworte Stolz und Ehre beinhaltet, kann als Becken bzw. Trieb Anteil betrachtet werden. Im Vitalen Teil leben unsere Überlebenswille neben Grenzverletzungen, Freude und Verlangen neben Abgrenzung und der sehr klaren no-go Zone. Jede/r verfügt bei genauem Hinspüren über eigenen Gesetze und Regeln. Die des Beckens gehen nicht immer mit den gesellschaftlich erwarteten einher. Mittels der Ich-Stimmen Methode erarbeiten wir Problemlagen und Lösungswege

  • zur Triebstimme und Lust,
  • der eigene Mitte,
  • Verletzungen,
  • Grenz(überschreitung)en,
  • der Heilung nach sexualisierter Gewalt und
  • dem Empowerment der eigenen Geschlechtlichkeit und Sexualität.

Jeder Mensch hat andere Ressourcen, gespeist aus unterschiedlichen Kraftquellen. Empowernd ist es, wenn alle diese Kraftquellen gleichermaßen positiv besetzt sein können. Wenn Menschen mit hoher intellektueller Leistungsfähigkeit bereit sind, von Menschen mit einer hohen intuitiven oder instinkthaften Qualität zu lernen und zu profitieren, und umgekehrt, dann wäre unsere Gesellschaft gerechter.

Workshop: Rollenverhalten und Geschlechterbilder in Christentum und Islam

In diesem Modul befassen wir uns mit Rollenbildern vor allem aus christlich und muslimisch geprägten Kulturen. Wie sich das Leben in muslimisch geprägten Kulturen, in denen Menschen in geschlechterhomogenen Gruppen in die eigene Identität wachsen, von dem Leben in christlich geprägten Strukturen, in denen z.B. Frauenräume oft kriminalisiert oder pathologisiert werden,  unterscheidet, erforschen wir in diesem Workshop. An welchem Punkt die Gleichberechtigung zusammenbricht, und an welchen Punkten es sich um Missverständnisse handelt ist immer wieder interessant zu erleben. Dazu kommt das Erforschen der gesellschaftlichen Position von Menschen, die aus Ländern nach Deutschland kommen (mussten), und ihre Ressource der geschlechterhomogenen Räume verlieren.

  • Privilegien-Anerkennung und Umgang
  • Sexismus
  • Rassismus
  • Gesellschaftliche Strukturen im Hinblick auf Machtpositionen
  • Augenhöhe-ein erreichbarer Traum
  • Unterstützung anderer
  • Selbstfürsorge